Um Gleisfreimeldung auf der offen Strecke mittels Achszählern zu implementieren, müssen die Blockendstellen die Zählerstände ihrer jeweils lokalen Achszählsensoren austauschen.
Auf dem Sequenzdiagram rechts sieht man rot markiert das Paket.
Byte Index Dezimal Hex Erklärung 0 46 2E Nachrichtentyp=Achssensor Zählerstand 1 N∈{8..16} 08..10 N vom Sender verwendeter Bits. Höherwertige 16-N Bits sind vom Empfänger zu ignorieren. Wenn der Zählerstand in einem LocoNet-Paket übertragen wurde, ist N=14. 2 Z∈{0..2N-1} niederwertige 8 Bits Zählerwert - von 16 Bits werden N genutzt. Achsen, die in den Blockabschnitt einfachren, erhöhen den Zählerwert; Achsen, die herausfahren, erniedrigen ihn. 3 höherwertige 8 Bits
Der Empfänger wertet aus dem Zählerstand 1 (Z1
), den er über Block empfängt und dem Zählerstand 2 (Z2
) seines lokalen Sensors den Belegtzustand aus. Dazu muß er bei der Verrechnung der Zählerstände das MinimumM
aller verwendeten Bit-AnzahlenNa
errechnen:Die Zählerstände werden addiert:M = min(N1, N2)
Der Block ist frei, wenn die M niederwertigen Bits Null sind. I ist ein Initialisierungswert, der bei einer Achszählergrundstellung berechnet wird:S = Z1 + Z2 - I
Um Gleisfreimeldung auf der offen Strecke mittels Gleisstromkreisen zu implementieren, müssen die Blockendstellen die Zustände ihrer jeweils lokalen Gleisstromkreise austauschen. Beide Blockendstellen überwachen die Hälfte der Blockstrecke zwischen ihrem Einfahrsignal und der Mitte der Blockstrecke. Die Blockstrecke gilt als frei, wenn sowohl der lokale Sensor als auch der Sensor der Nachbarbetriebstelle - gemeldet über dieses Packet - "frei" melden. Beide Blockendstellen führen diesen Algorithmus unabhängig von einander aus und kommen zum selben Ergebnis.
Auf dem Sequenzdiagram rechts sieht man rot markiert das Paket.
Byte Index Dezimal Hex Erklärung 0 53 35 Nachrichtentyp=Austausch von Gleisstromkreis-Zuständen 1 0/1/255 0/1/FF Belegtzustand der lokalen Hälfte der Blockstrecke, 0 frei, 1 belegt, 255 undefiniert.
Autor: Stefan Bormann. | Site hosted by: |